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Systemüberwachung

Die Systemseite bietet eine umfassende Übersicht über die Server-Ressourcen, Dienste und System-Tools.


Übersicht

Die Systemseite ist in folgende Bereiche gegliedert:

  1. Metriken — CPU, RAM, Festplatten, Load Average
  2. Dienste — Status aller verwalteten Systemdienste
  3. fail2ban — Intrusion-Detection-Status
  4. OPcache — PHP-OPcache-Status pro PHP-Version
  5. Server-Neustart — Kontrollierter Neustart des Servers

Server-Auswahl

Bei Multi-Server-Konfigurationen wählen Sie über den Server-Selektor, welchen Server Sie überwachen möchten.


System-Metriken

CPU

Metrik Beschreibung
Auslastung Aktuelle CPU-Nutzung in Prozent
Kerne Anzahl der CPU-Kerne

Farbcodierung:

  • Grün (< 70 %) — Normalbetrieb
  • Gelb (70–90 %) — Erhöhte Last
  • Rot (> 90 %) — Kritisch

Arbeitsspeicher

Metrik Beschreibung
Gesamt Gesamter verfügbarer RAM
Belegt Aktuell genutzter RAM
Frei Verfügbarer RAM
Puffer Puffer-Speicher
Cache Datei-Cache
Auslastung Prozentuale Nutzung

Linux-Speicherverwaltung

Linux nutzt freien RAM aktiv als Cache. Ein hoher RAM-Verbrauch ist normal, solange genügend freier + gecachter Speicher verfügbar ist.

Festplatten

Pro Mount-Point werden angezeigt:

Metrik Beschreibung
Gerät Block-Device (z. B. /dev/sda1)
Mount-Point Einhängepunkt (z. B. /, /home)
Gesamt Gesamtkapazität
Belegt Belegter Speicher
Frei Verfügbarer Speicher
Auslastung Prozentuale Nutzung

Festplatte voll

Ab 90 % Auslastung sollten Sie Speicherplatz freigeben. Eine volle Festplatte kann zu Dienst-Ausfällen und Datenverlust führen.

Load Average

Metrik Beschreibung
Load 1 Durchschnittliche Last der letzten Minute
Load 5 Durchschnittliche Last der letzten 5 Minuten
Load 15 Durchschnittliche Last der letzten 15 Minuten

Load-Interpretation

Die Load sollte idealerweise unter der Anzahl der CPU-Kerne liegen. Ein Server mit 4 Kernen und Load 4.0 ist voll ausgelastet.

Uptime

Die aktuelle Betriebszeit des Servers seit dem letzten Neustart.


Dienste-Verwaltung

Die Dienste-Tabelle zeigt alle verwalteten Systemdienste:

Spalte Beschreibung
Dienst Name des Dienstes
Status active, inactive, failed
Sub-State Detaillierter Status (z. B. running, dead)

Dienst-Aktionen

Aktion Beschreibung
Neustart Dienst neu starten
Stoppen Dienst stoppen
Starten Gestoppten Dienst starten

Überwachte Dienste

Dienst Funktion
nginx Webserver
mariadb Datenbank-Server
postfix Mail Transfer Agent
dovecot IMAP/POP3-Server
pdns Autoritativer DNS-Server
php8.x-fpm PHP-FPM (pro installierter Version)
rspamd Spamfilter
redis-server Cache-Server
fail2ban Intrusion Prevention
proftpd FTP-Server
unbound DNS-Resolver

fail2ban-Status

Detaillierte fail2ban-Informationen:

Jails

Jail Überwacht
sshd SSH-Logins
postfix SMTP-Authentifizierung
postfix-sasl SMTP-SASL-Authentifizierung
dovecot IMAP/POP3-Logins
nginx-http-auth Nginx HTTP-Authentifizierung
roundcube-auth Roundcube Webmail-Logins
recidive Wiederholungstäter (alle Jails)

Gesperrte IPs

Pro Jail werden angezeigt:

  • Gesamtzahl Sperrungen — Historische Gesamtzahl
  • Aktuell gesperrt — Liste der momentan gesperrten IP-Adressen

IP entsperren

  1. Wählen Sie das Jail
  2. Klicken Sie auf Entsperren neben der IP-Adresse
  3. Die IP wird sofort freigegeben

fail2ban Jail-Konfiguration

Die Jail-Parameter können direkt im Panel konfiguriert werden, ohne manuell Konfigurationsdateien zu bearbeiten.

Konfiguration anpassen

  1. Navigieren Sie zu System > fail2ban-Status
  2. Scrollen Sie zur Jail-Konfiguration
  3. Passen Sie die gewünschten Parameter an:
Parameter Beschreibung Standard
Aktiviert Jail ein/ausschalten Je nach Jail
Max. Versuche Anzahl Fehlversuche bis Sperrung 5
Sperrzeit (s) Dauer der Sperre in Sekunden (−1 = dauerhaft) 600
Zeitfenster (s) Beobachtungszeitraum in Sekunden 600
  1. Klicken Sie auf Speichern bei dem jeweiligen Jail

Die Änderungen werden sofort in /etc/fail2ban/jail.d/netcell-panel.conf geschrieben und fail2ban automatisch neu geladen.

Härtungsempfehlungen

  • sshd: Max. 3 Versuche, 3600s Sperrzeit
  • postfix/dovecot: Max. 5 Versuche, 600s Sperrzeit
  • recidive: Aktiviert für Wiederholungstäter (dauerhaft sperren)

OPcache-Status

OPcache beschleunigt PHP, indem kompilierter Bytecode im Speicher gecacht wird.

Status pro PHP-Version

Für jede installierte PHP-Version (8.1, 8.2, 8.3, 8.4) wird angezeigt:

Metrik Beschreibung
Aktiviert OPcache ein-/ausgeschaltet
Speicher belegt Genutzter OPcache-Speicher
Speicher frei Verfügbarer OPcache-Speicher
Verschwendet Nicht nutzbarer Speicher (Fragmentierung)
Verschwendung (%) Prozent verschwendeter Speicher
Gecachte Skripte Anzahl gecachter PHP-Dateien
Cache-Hits Erfolgreiche Cache-Treffer
Cache-Misses Cache-Fehlschläge
Hit-Rate Trefferquote in Prozent

OPcache leeren

  1. Wählen Sie die PHP-Version
  2. Klicken Sie auf OPcache leeren
  3. Alle gecachten Skripte werden verworfen

Wann OPcache leeren?

Leeren Sie den OPcache nach PHP-Updates oder wenn Änderungen an PHP-Dateien nicht sofort sichtbar sind.


Server-Neustart

Ausfallzeit

Ein Server-Neustart unterbricht alle laufenden Dienste. Planen Sie Neustarts außerhalb der Hauptnutzungszeiten.

  1. Klicken Sie auf Server neu starten
  2. Bestätigen Sie den Neustart im Bestätigungsdialog
  3. Der Server wird kontrolliert heruntergefahren und neu gestartet
  4. Alle Dienste starten automatisch

Reboot erforderlich

Wenn ein Kernel-Update installiert wurde, zeigt das Dashboard einen "Neustart erforderlich"-Hinweis an.