Zum Inhalt

Single Sign-On (SSO)

Melde Admins über einen externen Identity-Provider an — per OpenID Connect (OIDC). Die Integration ist discovery-basiert, funktioniert also mit jedem standardkonformen Provider: Keycloak, Authentik, Azure AD / Entra ID, Google Workspace, Auth0, Zitadel und weiteren.

Zu finden unter System → Single Sign-On (nur Admin).

Nur Admin-Anmeldung

SSO meldet ausschließlich Admin-Konten an. Reseller und Kunden nutzen weiterhin die normale Anmeldung. Die lokale Passwort-Anmeldung bleibt immer aktiv — ein fehlkonfigurierter Provider (falsche Issuer-URL, abgelaufenes Client-Secret) kann dich also nie aussperren.


Einrichtung in drei Schritten

  1. Client beim Provider anlegen (vertraulicher OAuth2/OIDC-Client mit Authorization-Code-Flow). Als erlaubte Redirect-URI trägst du exakt die URL ein, die die SSO-Seite dir anzeigt:
https://<dein-panel-host>/api/v1/auth/oidc/callback
  1. Zugangsdaten im Panel hinterlegen: Issuer-URL (z. B. https://keycloak.example.com/realms/enconf), Client-ID und Client-Secret. Über Verbindung testen wird die OIDC-Discovery (<issuer>/.well-known/openid-configuration) geprüft.

  2. SSO aktivieren und speichern. Auf der Anmeldeseite erscheint nun eine Single-Sign-On-Schaltfläche.

Die Issuer-URL muss HTTPS verwenden; ohne hinterlegtes Client-Secret lässt sich SSO nicht aktivieren.


Zugriff einschränken

Optional, zusätzlich zur immer geltenden Admin-Rollen-Pflicht:

  • Erlaubte E-Mail-Domains — Komma-getrennt (z. B. example.com). Leer = beliebige Domain.
  • Erlaubte E-Mail-Adressen — explizite Freigabeliste. Leer = keine.
  • Erforderliche Gruppe — ist sie gesetzt, muss das ID-Token die Gruppe im konfigurierten Gruppen-Claim (Standard groups) enthalten.

Kommt aus dem Provider ein email_verified: false, wird die Anmeldung abgelehnt. Fehlt der Claim ganz (viele Enterprise-IdPs senden ihn nicht), wird die E-Mail akzeptiert.


Kontenzuordnung

Die verifizierte E-Mail aus dem Provider wird auf ein Panel-Konto abgebildet:

  • Bestehendes Konto: existiert die E-Mail und ist das Konto ein aktiver Admin, wird angemeldet. Ist es kein Admin, wird abgelehnt.
  • Automatisch anlegen (JIT): ist die Option aktiv, wird bei der ersten Anmeldung für eine verifizierte, erlaubte E-Mail ein Admin-Konto angelegt. Standard: aus — dann dürfen sich nur bereits vorhandene Admins anmelden (die sicherere Voreinstellung).

JIT-angelegte Admins erhalten ein zufälliges lokales Passwort; die Anmeldung läuft ausschließlich über SSO.


Sicherheit

  • CSRF/Replay-Schutz: Der Authorization-Flow nutzt einen signierten, kurzlebigen State (Double-Submit-Cookie) plus einen OIDC-Nonce, der im ID-Token gegengeprüft wird.
  • Client-Secret wird verschlüsselt gespeichert (AES) und nie an das Frontend ausgeliefert.
  • 2FA: Die Multi-Faktor-Prüfung übernimmt der Identity-Provider. Das lokale TOTP des Panels bleibt für die Passwort-Anmeldung unberührt.
  • In der Demo-Instanz (DEMO_MODE) ist SSO deaktiviert.